10.11.2011 17:18

 

Der Kandidat, den niemand liebt

Die Republikaner suchen einen Kandidaten, der Barack Obama in einem Jahr aus dem Amt wirft. Sie träumen von einem neuen Ronald Reagan - doch wenn sie aufwachen, ist da nur Mitt Romney.Romney.png Heute, zwei Monate vor den ersten Vorwahlen, sieht es ganz danach aus dass Romney sich die Nomination sichern kann. Das liegt vor allem an der Schwäche seiner Gegner: Rick Perry, der hemdsärmelige Gouverneur von Texas, macht sich zusehends zur Witzfigur (zuletzt mit einem peinlichen Blackout in der TV-Debatte). Michele Bachmann, im Kongress der Star der Tea Party Fraktion, ist als Kandidatin eine Sternschnuppe geblieben. Und Herman Cain, der Newcomer, kämpft mit üblen Vorwürfen von mehreren Frauen, er habe sie sexuell belästigt.

Bleibt den Republikanern also nur Mitt Romney. Zähneknirschend stellen sie sich hinter den Mann aus Massachusetts, doch begeistert ist die Basis nicht. Warum nur liebt niemand Mitt Romney?

Ganz ehrlich: Persönlich verstehe ich die Skepsis. Ich erinnere mich gut an das Interview, das ich mit Romney 2008 geführt habe, nach der letzten TV-Debatte des Wahlkampfs. Der Mann machte alles richtig: Er redete druckreif, hatte alle Facts parat und er sah aus wie Hollywood sich einen US-Präsidenten vorstellt. Perfekt bis ins Detail. Und genau das ist das Problem: Steht man Romney gegenüber, hat man das Gefühl, man rede gerade mit Ken (genau, dem Freund von Barbie). Ken auf Wahlkampf-Tour. Romney ist ein Plastik-Kandidat in einer Partei, die sich nach einem Mann sehnt, der aus Holz geschnitzt ist. Aus dem gleichen Holz wie sie selbst, versteht sich.

Klar, bis zu den Wahlen bleiben noch zwölf Monate, in denen Romney seine menschliche Seite bei jeder Gelegenheit betonen wird - das tut er bereits seit vier Jahren. Nur eben mit bescheidenem Erfolg. Die Republikaner werden ihn annehmen; lieben aber werden sie Mitt Romney nie. (Zum "10vor10"-Beitrag über Romney und Cain geht's hier.)


Kommentare
 

27.11.2011 07:11

  

Ron Paul ist der nächste US-Präsident, bringt nichts ihn zu ignorieren.

Gott


3.12.2011 17:29

  

Mit seiner ganz in Schweizer Cervalat-Prominenz-Manier gegebenen Homestory im Blick (Online) hat Herr Arthur Honegger für mich seine journalistische Professionalität voll und ganz dem Abfalleimer überlasen. - Schade -

Yves André Collet


2.1.2012 19:16

  

Mein Gott Arthur!
Was für ein Bullhit!
Das glauben wir dir aber nicht!
Hahaha!

R. R. Blaser


2.1.2012 19:24

  

Es steht Ihnen natürlich frei zu glauben, was sie wollen. Beste Grüsse aus Iowa!

Arthur Honegger


2.1.2012 19:42

  

Arthur, mein Lieber,
mein Büro für fortgeschrittene strategische Studien (OFASS) teilt mir mit, dass normalerweise auf dem Vulkan sitzende nicht mit Bomben schmeissen sollten!
Amis meinen, weil sie auf $ drucken „IN GOD WE TRUST“, sie UNGESTRAFT Millionen seiner Geschöpfe massakrieren dürfen + dass wir Hosen runterlassen sollen, wenn wir in ihrem Land $ ausgeben wollen, zeigen aber Filme wie 2012 (SF2 gestern 20:00), wo Caldera des Yellowstone explodiert.
Einladung mit einer kleinen Bombe nachzuhelfen?
USA UND $ WIRD ES NACHHER NICHT MEHR GEBEN!
Guter Rat, Notvorrat + Festungen bleiben CH Eigentum!
Hahaha!

R. R. Blaser


2.1.2012 20:19

  

Oh Arthur,

ich war früher von den USA so begeistert und habe während 10 Jahren in 35 Staaten gearbeitet.

Inzwischen haben die USA am 9/11 sage und schreibe 3'000 ihrer eigenen Bürger in die Luft gesprengt, Millionen massakriert und sich zum Schurkenstaat mutiert und werden deshalb IHRER GERECHTEN STRAFE NICHT ENTGEHEN – wenn es einen lebendigen Gott gibt!

ICH GLAUBE, dass wir uns nicht selbst gemacht haben und dass die Schöpfung NIEMALS höher sein kann, als ihr Schöpfer!

Viel Glück!

R. R. Blaser


7.1.2012 09:23

  

Heck of a job there, it absulotely helps me out.

Kaylie


10.1.2012 07:50

  

Das ganze politische System ist in den USA von den ganzen Lobbyisten so stark unterwandert, dass es keinen grossen Unterschied mehr macht, ob man sich nun den Republikanern anschliesst oder den Demokraten. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Denkste. Präsident werden kann man nur, wenn man schon als 2 Jähriger mächtig viel Geld auf der Seite hat. Das Geld wird als Machtmittel missbraucht, das ist keine Demokratie mehr!
UNd dann erlauben sich die USA, in jedes Land - unter irgend einem Vorwand - einzumarschieren, um dort dann die Ölreserven auszunutzen oder ihrern Firmen die möglichkeit geben, ihre Ware in dem jeweiligen Land ganz günstig herzustellen. Die waren Terroristen sind die USA!

MainScreen


11.1.2012 08:29

  

Ich meinte, zwischen George W. Obama und Mitt Romney bestehe sehr wohl kleiner Unterschied und (wünsche letzterem viel Glück, dass er die Schurken das Fürchten lehren möge und seine Lebwächter nie schlafen).

Text in Klammern wurde heute Morgen um 04:15 von den Zensoren des CH-Farbfernsehens nicht zugelassen. Wahrscheinlich wegen der Netiquette? Hahaha!

R. R. Blaser


Kommentar verfassen

Liebe Blog-Besucherinnen und -Besucher
Wir freuen uns, wenn Sie die Beiträge unserer Blog-Autoren kommentieren und bitten Sie, sich dabei an die Netiquette zu halten.