Iowa. Warum immer Iowa?
In Iowa beginnt die Strasse, die die Kandidaten ins Weisse Haus führen soll.
Natürlich, es gibt repräsentativere Staaten. Aber nur Iowa hat diese „Wir sind die Ersten"-Tradition, und die Leute hier nehmen ihre Rolle im Wahlprozess sehr ernst. Sie besuchen die Events der Kandidaten, informieren sich und wägen lange ab, wem sie ihre Stimme geben. Es herrscht eine Tradition von Basis-Demokratie, die überall spürbar ist. Dann der Prozess an sich. Iowa wählt nicht wie andere Staaten. Wir waren gestern dabei: Hier versammeln sich die Leute in Schulen, Kirchgemeindehäusern, Mehrzweckhallen - und hören zu, wie engagierte Mitbürger sich für den einen oder anderen Kandidaten einsetzen. Auf demokratischer Seite können Wähler sogar noch vor Ort abgeworben werden, eine lebendige Debatte über die Richtung des Landes entfaltet sich, in über 1700 Wahllokalen überall in Iowa. Last but not least: In Iowa zählt Präsenz. Dieses Jahr hat sich das einmal mehr gezeigt. Kandidat Rick Perry etwa setzte stark auf Fernsehwerbung - ohne Erfolg. Konkurrent Rick Santorum tingelte stattdessen monatelang durch Iowa, hielt einen Mini-Event nach dem anderen ab - und zog am Ende mit Favorit Mitt Romney gleich. So ist das hier: Persönliches Engagement wird von den Wählern belohnt. Wer sich den Fragen der Bürger stellt, kann auch mit wenig Geld gewinnen. Ein ziemlich starkes Argument für Iowa in einem Land, wo das Geld allzu oft die Politik bestimmt.
Kommentar verfassen
Liebe Blog-Besucherinnen und -Besucher
Wir freuen uns, wenn Sie die Beiträge unserer Blog-Autoren kommentieren und bitten Sie, sich dabei an die Netiquette zu halten.

















