8.2.2012 18:44

  • Currently 3/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

(8 Stimmen)

bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark
bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark
bookmark bookmark bookmark bookmark bookmark
 

Nur einer kann Mitt Romney schlagen: Ron Sangrich

ron sangrich.jpgRon Sangrich - so sieht der ultimative Anti-Romney aus (virtuell, erstellt auf morphthing.com).

Heute morgen ist Mitt Romney mit Sorgenfalten aufgewacht: Nach seinen überzeugenden Siegen in Florida und Nevada hat ihn Rick Santorum gleich in drei Staaten geschlagen. Rick Santorum? War nicht eben noch Newt Gingrich der grosse Herausforderer von Romney? Und was ist mit dem Phaenomen Ron Paul? Alle drei sind nach wie vor im Rennen - was Romney wiederum ein Lächeln entlocken dürfte.


Denn genau das ist sein grosser Vorteil: Romney kann die Republikaner nicht wie ein Ronald Reagan begeistern (mehr zu den Gründen dazu in meinem Blog-Post vom 10.11.11). Er hat nur ein Viertel der Stimmen wirklich auf sicher, das Pro-Romney-Lager ist also relativ klein. Drei Viertel sind entweder unentschieden oder sogenannte ABM-Wähler (Anybody But Mitt - jeder ausser Mitt)??

Die Unentschiedenen kann Romney teils für sich gewinnen, teils nicht. Interessant sind die ABM-Wähler: Sie haben auch nach einem Monat Vorwahlen immer noch drei Kandidaten zur Auswahl. Entsprechend verteilen sich die Stimmen auf diese Drei, mal mehr auf Gingrich wenn im Süden gewahlt wird, mal mehr auf Santorum wenn's gegen Westen geht, im Nordosten ist Paul stark??

Doch solange keiner sich als einzige Alternative zu Romney etabliert, und die Zeit dafür wird langsam knapp, kann keiner den Favoriten auf dem Weg zur Nomination ernsthaft gefährden. Nur wenn aus Ron Paul, Rick Santorum und Newt Gingrich plötzlich ein Kandidat würde, wäre das Rennen wieder offen. Die Alternative zu Mitt Romney heisst demnach ... Ron Sangrich. Aber den gibt es nicht. Und darüber kann sich Romney auch heute morgen freuen.


Kommentare
 

4.3.2012 20:53

  

Tatsächlich war die Kandidatenkür der Republikaner selten wie zuvor so kontrovers und umstritten wie 2012. Dieser Umstand zeichnete sich schon nach der verlorenen Wahl des gemässigten John McCain ab, als die konservative Tea-Party-Bewegung immer mehr Einfluss auf die republikanische Parteibasis gewann. Die Partei ist im Moment grob in zwei Lagern gespalten. Einerseits die gemässigten Konservativen mit dem Establishment-Image und anderseits die auf den ersten Blick homogen wirkende Tea Party, die sich aus den Neokonservativen, den religiösen Rechten und den Libertären zusammensetzt. Darum ist es nicht mehr als logisch, dass sich die Anhängerschaft der Tea Party nicht auf einen Kandidaten einigen kann. Santorum Gingrich und Paul kämpfen innerparteilich nicht nur gegen den gemässigten Romney, sie bekämpfen sich auch gegenseitig. Es findet eine politische „Selbstzerfleischung“ der Kandidaten statt, in der mit grosser Wahrscheinlich Romney als Sieger hervorgeht. Aber zum welchen Preis? Romney wird politisch angeschlagen ins Rennen gegen den amtierenden Präsidenten steigen. Aktuelles Fazit: Anstatt das Leben des Präsidenten, machen sich die Republikander das Leben selber schwer. Obama hat gute Chancen für eine zweite Amtsperiode gewählt zu werden!

M. Wyrsch


Kommentar verfassen

Liebe Blog-Besucherinnen und -Besucher
Wir freuen uns, wenn Sie die Beiträge unserer Blog-Autoren kommentieren und bitten Sie, sich dabei an die Netiquette zu halten.