29.2.2012 19:59

 

Wenn der Elefant zum Esel wird

So etwas haben die Republikaner noch nicht erlebt: Zwei Monate lang Vorwahlen - und nach wie vor: Fragezeichen. Favorit Mitt Romney ist Vielen nicht konservativ genug. Doch weder Rick Santorum noch Newt Gingrich koennen ihn vom Podest stossen. Sie stupsen indes ohne Pause, und bringen so die ganze Partei zum Wackeln. Dabei sind Republikaner sonst als standfest bekannt.

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Das Symbol der Partei
, seit ueber hundert Jahren schon, ist der Elefant: stark, ruhig, konsequent. Und genau so suchten die Republikaner auch immer ihre Kandidaten aus: mit starken Mehrheiten, ohne viel Tamtam, hochgradig berechenbar. Bob Dole, George W. Bush, John McCain, sie alle waren "an der Reihe", ihre Nomination die jeweisl logische Variante.

Ganz anders die Demokraten. Ihr Wappentier ist der Esel: wild, emotional, zuweilen stoerrisch. Man erinnere sich an die demokratischen Vorwahlen vor vier Jahren: Ein wildes Hin und her, grosse Emotionen ueberall, ging es doch darum, entweder den ersten Schwarzen oder die erste Frau ins Weisse Haus zu hieven. Hach, die Qual der Wahl!

Bill Clinton hat es einmal so formuliert: "Democrats fall in love. Republicans fall in line." (frei uebersetzt: Demokraten verlieben sich, Republikaner verbruedern sich)

Dieses Jahr ist alles anders bei den Republikanern: im Zuckerrausch der Tea Party springt die Partei wild hin und her, sie will und will sich sich nicht festlegen. Am ehesten Romney - oder doch noch Santorum? Und ach, Gingrich waere ja auch noch da! Hach, die Wahl wird zur Qual.

Keine Spur mehr vom gemaechlichen Wahlprozess der Vergangenheit. 2012 geht als das Jahr in die Geschichte ein, in dem der Elefant ist zum Esel wurde.


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